Zum Jubiläum mit einem ungewöhnlichen Wunsch.

Die Stendaler Tafel begeht ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Feier.

"20 Jahre Tafel, ein Meilenstein, den wir mit dieser Veranstaltung würdigen wollen..."

eröffnete Melanie Märtens die Veranstaltung, "...Ich freue mich, dass so viele Gäste da sind, Wegbegleiter, Kollegen, Freunde der Tafel. Die Aufregung war bei den Vorbereitungen und der Organisation deutlich zu spüren.

Im Mittelpunkt stehen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

 Laut Angaben von Dr. Christoph Lenz, Geschäftsführer des Sozialtherapeutischen Zentrums Gut Priemern gGmbH, das die Trägerschaft der Tafel innehat, steht das Jubiläum vor allem im Zeichen des Ehrenamtes. Das 20-jährige Bestehen sei ein sichtbares Zeichen ehrenamtlichen Engagements.

Bereits 2005 konnte die Tafel für ihre Kunden eine Weihnachtsfeier ausrichten.

berichtet Gründerin Bärbel Kohl und erinnert in ihrem Rückblick an die Anfänge der Stendaler Tafel. Wie sie schilderte, mussten zunächst ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen, Termine geplant und vor allem Spender gefunden werden. Kontakte zu Supermärkten und zum Paritätischen Wohlfahrtsverband seien „zum Erstaunen sehr schnell“ zustande gekommen. Die Rahmenbedingungen seien jedoch kaum mit den heutigen zu vergleichen gewesen.

Ihr „großer Wunsch“ sei, dass eines fernen Tages kein Tafel-Jubiläum mehr gefeiert werden müsse, „weil die Tafeln unnötig geworden sind“.

Anerkennung von offizieller Seite

Landrat Patrick Puhlmann gratulierte der Einrichtung zum runden Geburtstag. „Herzlichen Glückwunsch zu 20 Jahren Tafel“, sagte er. Die Tafel sei ein „Zeichen der Menschlichkeit“, ebenso wie die Träger, die sich der Aufgabe angenommen hätten, und die Stadt, die Räume zur Verfügung stelle. Dass es eine anhaltend hohe Spendenbereitschaft von Firmen, Unternehmen und Privatpersonen gebe – bis hin zu Aktionen wie selbst gekochter und gespendeter Marmelade durch Uwe Lenz –, sei dafür ein weiteres Zeichen. Die Arbeit in der Tafel sei körperlich anspruchsvoll und emotional belastend, so Puhlmann, zumal die Zahl der Bedürftigen steige.

Er dankte den Engagierten „für ihr Engagement und ihre Zeit“ und wünschte der Stendaler Tafel „alles Gute für die nächsten Jahre“.

Der Link zum offiziellen Beitrag:

Stendaler Tafel feiert Jubiläum

Es war einmal ein Jugendbeirat und ein Maskottchen.

Im gesamten Jahr widmeten sich die Vertreter des Jugendbeirates vielen wichtigen Dingen. Darunter befand sich auch die generelle Aufmachung des Jugendbeirates. Zunächst ging es um Ideenfindung: „Wie möchten wir den Jugendbeirat verändern und nach außen darstellen?“ war eine Frage. Viele tolle Ideen ergaben sich: „Ein neuer Name wäre toll.“, „Eigene T-Shirts mit einem Logo könnten wir entwerfen.“, „Auch ein Maskottchen wollen wir haben.“.

Mitspracherecht für Alle: "Rat der Weisen"

Nachdem noch viele weitere Dinge gesammelt wurden, machten wir uns an die Umsetzung. Zunächst galt es, Namensvorschläge zu sammeln und dann in einer Abstimmung aller jungen Menschen aus unseren Jugendwohngruppen über die Vorschläge abzustimmen. Ein Vorschlag aus dem Haus „Altmärkische Höhe“ erhielt dabei den größten Zuspruch. Seit Anfang des Jahres 2025 treffen sich die Vertreter aus den Wohngruppen der jungen Menschen nun unter dem Namen „Rat der Weisen“.

Wie war das mit dem Maskottchen?

Der Idee des Maskottchens widmeten wir uns als nächstes. Dabei war eine Runde mit allen Teamleadern ganz entscheidend. Im März trafen wir uns in Walsleben und sprachen über unsere Leitgedanken beim Austausch und Reden: Begriffe wie „Zuhören“, „Ausreden lassen“, „Freundlich sein“, „Lachen und Lächeln“, „Thema im Auge behalten“ wurden dabei genannt. Zudem gab es noch Ideen aus der Mediation und Streitschlichtung. Letztlich einigten wir uns auf folgende Begriffe: „Ausreden lassen“, „Lösungsorientiert den denken“, „Fragen stellen (ohne Gegenfragen)“, „Respektvoll“ und „Ich-Botschaften benutzen“.

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Und woher kommt der Name?

Der damalige Teamleader aus Walsleben, Herr Köppe, bastelte diese Begriffe im Kopf hin und her und entwarf den Namen RALFI:

Respekt

Ausreden lassen

Lösungsorientiert

Fragen beantworten (ohne Gegenfragen)

Ich-Botschaften

Und wie bekam RALFI ein Gesicht?

Somit hatten wir schonmal einen Namen. Ein Maskottchen benötigt auch ein Gesicht und ein Bild. Das war allen Beteiligten klar. Nach einer hitzigen Diskussion entschlossen wir uns dazu, dass das Maskottchen ein Erdhörnchen werden soll. Ash aus dem Efeuhaus übernahm die Gestaltung. Dabei brachte sie sich mit sehr viel Mediengeschick ein und gestaltete ein Bild aus dem Internet ganz intensiv, mit der Hilfe von verschiedenen Apps, um.

"Vereine am Limit" im Interview mit Ramona Lenz.

Fünf paritätische Mitgliedsorganisationen gewähren Einblick hinter die Kulissen in einem Film des Paritätischen Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Stendaler Fernsehen Offener Kanal e.V.

Heute zu Besuch auf dem Gut Priemern.

Der Paritätische Sachsen-Anhalt ist einer von sechs Wohlfahrtsverbänden in Sachsen-Anhalt. Unter seinem Dach sind knapp 2.700 soziale Vereine, Unternehmen und Einrichtungen organisiert. In denen engagieren sich 11.300 Menschen ehrenamtlich. Zudem beschäftigt der Paritätische Sachsen-Anhalt gemeinsam mit seinen Mitgliedern 60.500 hauptamtliche Mitarbeitende.

Sie unterstützen Menschen, die in ihrer aktuellen Lebenssituation nicht allein für ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben eintreten können. Sie sind vorrangig in den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, in der Pflege, in der Behindertenhilfe, Kultur und Bildung tätig.

Soziale Arbeit ist wertvoll. Das zeigt sich auch im folgenden Film der Regionalstelle Nord: Fünf Mitgliedsorganisationen gewähren Einblick in ihre tägliche Arbeit, die die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, die Menschenrechte, eine geteilte Verantwortung sowie die Achtung von Vielfalt zur Grundlage hat.

Der Begriff "Vereine am Limit" bezieht sich auf die Herausforderungen, denen viele Vereine gegenüberstehen, insbesondere der Mangel an Ehrenamtlichen und finanziellen Mitteln. Der erste Gedanke "Sportvereine", es fehlt an Trainer, Trainingsutensilien und sogar ein Trainingsplatz. Für unsere jungen Menschen und Bewohner sehr wichtig, doch es geht weit über Freizeitgestaltung hinaus.

"Bei Laune halten" trotz hohem Eigenengagement im Ehrenamt, so die Worte von Frau Ramona Lenz. Dies sei nur zu bewerkstelligen weil der Wunsch "Menschen zu helfen" vorhanden sei.

Im vollständigem Film sehen sie: Bürgeriniitiative Stendal e.V., Sozialtherapeutisches Zentrum Gut Priemern gGmbH, Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen-Anhalt e.V. ,Lebenshilfe Osterburg gGmbH sowie Kunstplatte e.V.
Link zum Film (Youtube) >>>

Vielen Dank an Ramona Lenz für die Möglichkeit und dem Einblick.

Gut Priemern zu Besuch beim 18. DJHT in Lepzig.

Der größte Jugendhilfegipfel in Europa. Rund 30.000 Besucher und Besucherinnen und wir waren dabei, Frau Ramona Lenz (Bereichsleitung Kinder- und Jugendhilfe) im Interview.

Was war das Ziel der Messe? 

Wir als Unternehmen in der Sozialwirtschaft hatten uns das Ziel gesetzt zu Netzwerken. Die Teilnahme an einer Messe eröffnet die Möglichkeit mit anderen Trägern in den Austausch zu kommen, zu schauen wie diese Arbeiten und welche Angebote diese vorhalten. Es schafft Begegnungsräume und die Chance zum Kennenlernen der angebotenen Vielfältigkeit. Wir wollten und haben uns als etabliertes Unternehmen der Sozialwirtschaft und solider Arbeitgeber präsentiert und bei einer Vielzahl von Interessierten einen bleibenden Eindruck hinterlassen..

Wie waren die drei Tage auf der Messe?

Ich war am Anfang ganz schön aufgeregt und gespannt was uns alles erwartet und wie wir angenommen werden. Durch die hervorragende Vorarbeit der drei Beschäftigten Maria Lenz, Rainer Franke und Patrick Köppe haben wir eine super Performance abgeliefert. Wir hatten einen tollen und repräsentativen Stand, tolle Ideen um mit Interessierten ins Gespräch zu kommen und die Gut Priemern gGmbH sowie die Altmark stellvertretend repräsentiert.

Wir hatten sehr ereignisreiche Tage, welche Arbeitsintensiv und anstrengend waren, jedoch auch sehr angenehm und begeisternd. Ich fand es sehr schön diese Chance bekommen zu haben, da ich viel sehen und kennenlernen durfte. 

Welche Erkenntnisse wurden mitgebracht?

Ich bin überrascht wie bunt die Welt der Sozialwirtschaft ist und wie viele Angebote es gibt. Sozialarbeit lohnt sich und die tägliche Arbeit die wir mit unseren Klienten leisten ist wertvoll und dabei sind wir nicht allein. Ich durfte einiges Neues kennenlernen und Informationen mitnehmen sowie Inspirationen.

Was hat besonders beeindruckt?

Die Vielfältigkeit der Angebote und die Begeisterung der Akteure. Ich durfte viele Menschen/Unternehmen kennenlernen die sich sehr detaillierte Gedanken gemacht haben, um die Arbeit mit den uns anvertrauten Menschen noch effektiver und effizienter zu gestalten. Viele kreative Ideen um die Angebotspalette bunt zu halten und auf die verschiedensten Herausforderungen in der täglichen Arbeit reagieren und agieren zu können.   

Gab es Reaktionen von Messe-Besuchern die euch im Gedächtnis geblieben sind?

Viele Besucher empfanden unseren Messestand als sehr einladend und gemütlich sowie unsere Ideen mit den Glückskeksen, Losen und Kondomen. Was mich persönlich berührte war ein Austausch/Gespräch mit einem Careleaver, welcher zum einen unsere inhaltliche Arbeit sehr lobte und zum anderen seine eigenen Erfahrungen der HzE mit mir/uns teilte. Das empfand ich als eine dankbare Geste die mir im Gedächtnis geblieben ist.

Ist eine erneute Teilnahme angedacht?

Sofern uns noch einmal diese Möglichkeit geschenkt wird, wäre ich definitiv gern wieder mit dabei.

Was sollte noch gesagt werden?

Ich möchte mich bei allen Beschäftigten bedanken die sich aktiv vor Ort mit eingebracht haben. Die gesamte Zeit waren vor Ort: Herr Sebastian Schwerdfeger, Herr Rainer Franke, Herr Patrick Köppe und ich. Am Mittwoch kamen der Geschäftsführer Herr Dr. Christoph Lenz, Frau Victoria Rohde, Herr Achim Neuendorf und Frau Adele Lazay zur Unterstützung dazu. Am Donnerstag waren es Herr Christian Schmalz und Frau Andrea Schröder.

Natürlich möchte ich mich auch bei denen Bedanken, die uns vor Ort unterstützt hätten aber bei unseren Schützlingen in den Wohnbereichen geblieben sind. Auch ihr habt dazu beigetragen, dass wir uns auf der Messe präsentieren konnten. "Menschen brauchen keine Likes, sie brauchen echte Aufmerksamkeit".

Besuch des MDR-Kamerateams bei der Tafel Stendal am 24. April 2025.

Am 24. April 2025 durften wir in unserer Tafel in Stendal ein Kamerateam des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) begrüßen. 

Hintergrund des Besuchs war es, 

einen authentischen Einblick in die tägliche Arbeit unserer Einrichtung zu ermöglichen und die wichtige gesellschaftliche Bedeutung der Tafeln für die breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Im Mittelpunkt des Drehs stand die Begleitung unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Sie sorgen mit großem Engagement dafür, dass überschüssige Lebensmittel gesammelt, aufbereitet und an bedürftige Menschen verteilt werden können. Das Kamerateam dokumentierte die unterschiedlichen Arbeitsprozesse – vom Abholen der Waren bei lokalen Kooperationspartnern über die Sortierung und Lagerung bis hin zur Ausgabe an die Kundinnen und Kunden. Ziel war es, die oftmals unterschätzte logistische Leistung und die immense Organisationskraft, die hinter dem Betrieb einer Tafel steht, transparent und nachvollziehbar darzustellen. Im Rahmen des Besuchs stellten sich Frau Märtens und Herr Lenz den Fragen der Reporterin. Im Interview berichteten sie über die Hintergründe der Tafelarbeit, die Herausforderungen, die ein solches Sozialprojekt täglich bewältigen muss, sowie die hohe gesellschaftliche Relevanz unseres Engagements. 

Ein Blick hinter die Kulissen

Der Beitrag, der aus diesem Drehtag entsteht, soll den Zuschauerinnen und Zuschauern einen tiefen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten sozialen Angebote unserer Zeit bieten. In einer zunehmend polarisierten Gesellschaft leistet die Tafel einen unverzichtbaren Beitrag zur Unterstützung der Schwächsten. Umso wichtiger ist es, die Arbeit unserer zahlreichen Helferinnen und Helfer sowie den solidarischen Zusammenhalt, der dieses Projekt trägt, sichtbar zu machen und wertzuschätzen.

Unser Dank

Wir bedanken uns herzlich beim Team des MDR für das gezeigte Interesse und die respektvolle Darstellung unserer Arbeit und freuen uns, wenn durch diesen Beitrag noch mehr Menschen für die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements sensibilisiert werden.

Der Link zu unserem Beitrag:

Stendaler Tafel braucht Unterstützung

Rund 1.800 Menschen sind in und um Stendal auf die Lebensmittel durch die Tafel angewiesen. Dafür ist gute Organisation nötig und viele helfen Hände. Doch die sind knapp – und das Geld auch.

www.mdr.de